Mein Krankenhausaufenthalt Teil 4

Ich lag nun also auf der Intensivstation, um mich waren tausend Monitore und Kabel. Alles piepste, aber bewusst bekam ich nur wenig mit, denn in meinen Körper flieste sehr viel Schmerzmittel.
Nach der OP bekam ich noch Besuch von meinem Freund und meiner Mutter, ich weiß davon aber nichts mehr. Am Tag nach der OP ist es dann passiert, die Monitore schlugen laut Alarm, Ärzte standen um mich und eine Schwester hat mich im Bett geröntgt. Was war los? Ich wusste es nicht. Ich versuchte meinen Kopf zu drehen, um einen Blick auf den Monitor werfen zu können. Oh, Puls 140, Blutdruck 60/40.
Kein Wunder, das ich mich nicht mehr richtig anwesend gefühlt hatte, alles kam mir vor, als beobachtete ich es aus der Ferne, von Angst war keine Spur. Eine Ärztin Spritze mir etwas, daraufhin ging mein Blutdruck direkt nach oben und ich kam etwas mehr zu mir. Der Befund von Röntgen kam ebenfalls, alles sah gut aus. Die Ärztin sagte mir das ich jetzt Blutkonserven bekomme, ich habe sie nichts gefragt, denn ich bekam alles nur sehr schwach und waage mit. Die Thorax-Chirurgen wischen nicht von meiner Seite, es kam mir vor, als standen sie schon Stunden da. Irgendwann wurden sie immer hektischer. Auf einmal meinte die Ärztin von der Intensivstation, dass ich vielleicht auf die Blutkonserven allergisch reagiere, daraufhin verschwand sie mit einer Probe, wie meine Werte zu dieser Zeit waren, weiß ich nicht. Ich weiß nur noch das es mir immer schlechter ging, und ich immer weiter in die Ferne rückte.
Die Ärzte standen an meinem Bett und beobachteten den Monitor, auf einmal sagte einer: “Es reicht, wir operieren, lassen sie den Vater noch mal zu ihr.” Mein Vater kam an mein Bett, was er zu mir sagte weiß ich nicht mehr. Es ging nun alles sehr schnell, die Chirurgen flitzten mit meinem Bett zum OP. Die Anästhesisten waren bereits da als wir ankamen. Alle starrten mich an, verkabelten mich und bereiteten mich für die Operation vor. Aus der ganzen Ärztemenge trat ein Arzt hervor, er sagte zu mir: “Haben sie keine Angst, ihnen wird nichts passieren.” Ich sah nur noch ihn, alle anderen Ärzte wurden unscharf. Ich vertraute ihm und wusste, das mein Leben jetzt gerettet wird.
3 Stunden später wachte ich wieder auf, mir ging es gut und ich war klarer als zuvor. Schmerzen hatte ich keine und meine Umwelt konnte ich wenn auch leicht benebelt besser wahrnehmen. Ein Arzt sagte mir, dass ich an der Stelle, wo die Lymphknoten entfernt wurden Nachblutungen hatte und insgesamt 2 Liter Blut verloren habe. Auf dem Röntgenbild war nichts zu erkennen. Auch an diesem Tag bekam ich nach der OP wieder Besuch, diesmal kann ich mich erinnern. Bilder habe ich nicht im Kopf, jedoch ihre Stimmen. 🙂

Auf den Bildern seht ihr nun einen Teil meiner Narbe und einen der zwei Drainagekoffer. Die Drainagen waren dazu da, meine Lunge wieder aufzublasen und das Wundsekret abzusaugen.

Narbe nach Lungenop

Drainage Lungenoperation


  1. Anonym

    28 April

    Hallo Du Starke,
    heimlich lese ich ab dem 1 Post der Erkrankung mit.
    Ich war und bin wieder was kaum jemand weiss Krebspatientin,
    Tränen laufen mir über das Gesicht.
    Die Angst kenne ich,sie versteht kaum jemand,aber man will Luft,Blumen und Regen riechen.
    MAN WILL LEBEN!!!
    Ich drück dich aus der Ferne!
    Liebe Grüße

  2. Hallo,

    ich habe jetzt deine Post über den Krankenhausaufenthalt gelesen!
    Zuerst wünsche ich dir natürlich weiterhin gute Besserung!
    Aber vorallem muss ich dir sagen, wie stark ich dich finde!
    Es ist schon schlimm genug, dass alles mit zu machen, aber dann auch noch darüber zu schreiben – hat meinen Respekt verdient!
    Ich hoffe, du wirst schnell wieder so richtig gesund und Topfit!

  3. Ich lese ebenso all deine Artikel und wollte dir einfach mal alles Gute wünschen! Du bist ein ganz starker Mensch und schaffst das! Mein Freund und ich machen im Moment fast das selbe durch und ich verstehe dich zu 100%! Mach weiter so!

    Viele liebe Grüße
    Kathi

  4. Anonym

    28 April

    Liebe Natalie,
    mir fehlen die Worte! Ich habe gerade die Berichte gelesen und ich kann es noch gar nicht richtig fassen. Schön, dass du es gut überstanden hast und die Stärke besitzt darüber zu schreiben.
    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und alles Gute!!!!
    Liebe Grüße
    Nicole

  5. Anonym

    28 April

    Hallo liebste Natalie
    ich drück dich ganz feste und hoffe dich bald wieder zu sehen…hab ja viel mitbekommen aber dies noch mal mit deiner Geschichte zu erleben verursacht Gänsehaut…hab dich lieb, erhol dich gut und ich hoffe dich bald wieder in die Arme nehmen zu können…sei stark! deine Bine

  6. Sabine

    28 April

    Oh Gott, das liest sich ja wie ein Thriller! Ich bin froh, dass es dir jetzt besser geht und sie dir mit der zweiten OP helfen konnten!

  7. oh gott… deine geschichte berührt mich so sehr.. ich konnte eben nciht aufhören zu weinen..

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