Plagiozephalie / Verformter Babykopf

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Plagiozephalie ErfahrungenPlagiozephalie – Verformter Babykopf: Was macht man da? Bleibt das für immer so? Ist das gefährlich? Haben wir etwas falsch gemacht?

Das sind alles Fragen, die wir uns in den vergangenen Monaten ständig gestellt haben. Nachdem Mila ca. 2 Wochen alt war, haben wir beziehungsweise die Hebamme festgestellt, dass Milas Köpfchen eine leichte Verformung hat. Das ist nicht selten der Fall und mit der richtigen Lagerung bekommt man es dann auch meist schnell in den Griff. Bei uns war das anders. Wir haben Mila genau nach Anweisung gelagert, tagsüber in den Wachphasen auf dem Bauch liegen lassen und dennoch verformte sich der Kopf immer weiter. Beim Kinderarzt haben wir dann nachgefragt und es wurde ein Ultraschall vom Gehirn gemacht (Mila war 8 Wochen alt). Hier war alles bestens und wir erleichtert. Dennoch wurden wir zu einer Osteopathin geschickt. Unsere Erfahrung war unterirdisch. Fünf Minuten “Behandlung”,eine sehr hohe Rechnung und keine Besserung. Im Nachgang habe ich dann erfahren, dass so eine Behandlung eigentlich gute 45 Minuten dauert. Milas Kopf verformte sich immer weiter und wir wurden unruhig, auch wenn der Kinderarzt immer sagte, dass alles bestens ist. Da wir zunächst keine Physiotherapie verschrieben bekommen haben, suchten wir in Eigenregie eine Physiotherapeutin für Babys auf. In den darauffolgenden Wochen waren wir regelmäßig dort und gerade an der Körperhaltung hat sich viel verbessert. Mila hatte nämlich zusätzlich eine Blockade und somit Probleme, ihr Köpfchen für längere Zeit gerade zu halten. Wir haben dort auch erfahren, dass der verformte Kopf nicht durch eine falsche Lagerung zustande gekommen ist, sondern dadurch, dass Mila zu früh im Becken lag. So kam es auch zur Blockade. Im Laufe der Zeit haben wir auch vom Kinderarzt, Physiotherapie verschrieben bekommen. In einem Babyfachmarkt haben wir zusätzlich ein Babykissen gekauft, welches einem verformten Kopf entgegenwirken soll. Von unserem Kinderarzt oder vielmehr den Kinderärzten (Gemeinschaftspraxis) haben wir uns in der kompletten Zeit sehr allein gelassen gefühlt. Es gab keine Tipps und Hilfestellungen.Verformter Babykopf
Der heftigste Schlag kam dann bei der U5. Die Ärztin teilte uns mit, dass Milas Kopf fürchterlich verformt wäre (Diagnose: ausgeprägte Plagiozephalie), dass dies durch unsere falsche Lagerung käme und wir sofort mit einer Helmtherapie starten müssten.

PlagiozephalieEine Plagiozephalie ist eine Deformation des Schädels, welche zum Beispiel durch eine frühzeitige Beckenlage verursacht werden kann, oder durch eine einseitige Lagerung nach der Geburt, vor allem in den ersten Wochen, wenn der Schädel noch sehr weich ist.

 

Ebenso machte sie uns große Angst, dass die Verformung Auswirkungen auf das Gehirn haben könnte.
Nachdem ich das Gesagte verarbeitet hatte, kam wahnsinnige Wut in mir auf. Deshalb habe ich am nächsten Tag wieder in der Praxis angerufen und meinen Unmut mitgeteilt. Wie kann es sein, dass in den vergangenen Monaten bei den Kollegen der Ärztin alles super war, ein Ultraschall vom Gehirn gemacht wurde und es immer hieß, dass wir abwarten müssten. Und dann wird der Begriff Helmtherapie in den Raum geworfen, ohne weitere Informationen, außer dem Hinweis, dass Mila vielleicht bereits zu alt für diese Therapie ist. Aber wie das so ist, weitergekommen bin ich natürlich nicht. Für uns stand fest: Der Kinderarzt wird gewechselt, das Vertrauen war gänzlich erloschen.
Wir haben natürlich auch in der Spezialklinik einen Termin vereinbart, wobei ich nicht überzeugt davon war, dass eine Helmtherapie das Richtige für Mila ist. Informiert man sich, findet man nicht nur positive Berichte. Die Auswirkungen einer Helmtherapie sind nämlich nicht zu unterschätzen. Mein Tipp daher: Es gibt sicherlich Fälle, in denen eine Helmtherapie angebracht ist. Man sollte sich aber ausreichend informieren und mehrere Meinungen von verschiedenen Ärzten einholen und nicht blind auf eine Aussage vertrauen.

Lagerungskissen BabyIn den darauffolgenden Tagen haben wir dann einen anderen Arzt aufgesucht für eine zweite Meinung. Hier wurde uns ganz deutlich von einer Helmtherapie abgeraten. Da der Ultraschall vom Gehirn keine Einschränkungen zeigte, beruhigte der Arzt uns auch in dieser Hinsicht. Nebenbei haben wir noch weitere Meinungen eingeholt, nämlich die unserer Hebamme, von verschiedenen Physiotherapeuten und Heilpraktikern. Alle sagten das Gleiche: Sie würden die Helmtherapie nicht empfehlen.

Wir haben uns dann auch dagegen entschieden und den Termin in der Klinik abgesagt. Und das war auch richtig. Mila ist nun zehn Monate alt und von dem verformten Kopf ist nichts mehr zu sehen. Denn von dem Zeitpunkt an, als sie mobil wurde und tagsüber die meiste Zeit auf dem Bauch verbrachte, konnte man beobachten, wie die Verformung von Tag zu Tag mehr verschwand. Eine Helmtherapie wäre in unserem Fall also ganz sicher das Falsche gewesen. Blockaden hat sie leider noch immer. Die lassen sich bei Babys auch nicht so leicht lösen, aber das bekommen wir mit Physiotherapie mit der Zeit sicherlich auch noch in den Griff.

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