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Sauerteig ansetzen – Rezept für Anfänger

Sauerteig ansetzen – Rezept für Anfänger

Sauerteig ansetzenSauerteig ansetzen ist kinderleicht und geht super schnell!

Seit einiger Zeit backe ich mein Brot und meine Brötchen super gern selbst. Bisher bestand die Basis immer aus einem Hefeteig, da ich mich an Sauerteig noch nicht rangewagt habe.
Da ich gern Neues probiere, wollte ich einfach wissen, wie man einen Sauerteig ansetzt und vor allem, ob es geschmacklich einen großen Unterschied zum Hefeteigbrot gibt.
Mithilfe unseres Nachbarn, der damit schon ein wenig Erfahrung gesammelt hat, machte ich mich an die Arbeit, einen Roggensauerteig anzusetzen. Hätte ich zuvor gewusst, wie einfach der ganze Prozess doch ist, hätte ich schon viel früher mein Brot auf Sauerteigbasis gebacken.Anleitung Sauerteig

Roggensauerteig ansetzen

Zutaten:

  • 250 g Roggenmehl
  • 250 g lauwarmes Wasser

Zubereitung über 4 Tage:

  1. Tag 1: 50 g Roggenmehl mit 50 g lauwarmem Wasser vermischen, bis ein klebriger, glatter Teig entsteht. Diesen in eine ausgekochte trockene Schüssel füllen und 24 Stunden offen, bei mindestens 20 Grad gehen lassen.
    Wichtig: Die Temperatur sollte 20 Grad nicht unterschreiten und 30 Grad nicht überschreiten.
    Tipp: Zum Verrühren kann man durch die kleine Menge auch einen einfachen Esslöffel verwenden. Eine Küchenmaschine ist nicht notwendig.
  2. Tag 2: Erneut 50 g Mehl mit 50 g lauwarmem Wasser vermischen, bis ein klebriger glatter Teig entsteht. Diese Portion dem Teig vom Vortag zufüttern. Umrühren und diesmal zugedeckt aber nicht luftdicht verschlossen, erneut 24 Stunden stehen lassen.
    Info: Der Teig sollte schon leicht säuerlich riechen.
  3. Tag 3: 150 g Mehl mit 150 g lauwarmem Wasser verrühren und Masse dem Teig zufüttern. Gut umrühren und erneut zugedeckt 24 Stunden stehen lassen.
  4. Tag 4: Der Teig sollte mittlerweile stark säuerlich riechen. Insgesamt sollten mindestens 500 g Sauerteig in der Schüssel sein.
    Hiervon 100 g (Starter) abnehmen und in einer abgedeckten Schüssel im Kühlschrank verstauen.
    Info: Der Starter hält sich im Kühlschrank 7-10 Tage.
    Die restlichen 400 g Roggensauerteig dienen als Basis für ein leckeres selbst gebackenes Brot (Rezepte werden folgen).

 

Infos:

  1. Der Teig geht jeden Tag enorm auf. Die Schüssel sollte also mindestens 600-800 g Teig fassen können.
  2. Den Starter kannst du, wenn du erneut ein Brot backen möchtest, einfach aus dem Kühlschrank nehmen und bei Tag 2 starten.

Rezeptinfos:

  • Menge: ca. 500 g Roggensauertag
  • Zubereitungszeit gesamt: 4 Tage
  • Schwierigkeitsgrad: mittel

Roggensauerteig anleitung

Wichtig:

  1. Alle Behälter sollten immer sehr sauber, bestenfalls abgekocht sein. Es ist wirklich schade, wenn der Sauerteig irgendwann übergeht und man von vorne beginnen muss. Da man immer 100 g zur Seite legt, entwickelt sich der Teig weiter und schmeckt von Mal zu Mal besser.
  2. Du solltest immer ziemlich genau 24 Stunden mit dem zufüttern warten. Ich habe den Fehler gemacht und einmal bereits nach 15 Stunden zugefüttert. Der Teig ist nicht aufgegangen und ich habe von vorne begonnen.
  3. Die Temperatur von 30 Grad sollte nicht überschritten werden. Wenn der Sauerteig richtig stinkt und eventuell schon verschimmelt ist, musst du diesen komplett entsorgen. Es reicht nicht, die oberste Schicht zu entfernen. Unter 20 Grad Raumtemperatur geht der Teig nicht auf.
  4. Der Sauerteig sollte immer genügend Platz zum aufgehen haben. Er sollte aus diesem Grund auch nie luftdicht verschlossen werden, da der Teig Gase bildet.
  5. Verwende immer die gleiche Mehlsorte. Wenn du einen Sauerteig auf Roggenmehlbasis ansetzt, mische diesen nicht mit Dinkel oder Weizenmehl. Dies ist auch nicht notwendig, denn du kannst auch aus einem Roggensauerteig ein Mischbrot backen.

Info:

  1. Sollte dir der Teig beim ersten Mal nicht gelingen, gib nicht auf. Es ist, wenn man den Dreh raus hat, wirklich sehr einfach. Auch bei mir hat es nicht sofort funktioniert. Bleib am Ball, es lohnt sich wirklich.
  2. Wenn du verreist oder einfach mal nicht backen möchtest, kannst du deinen Starter auch einfrieren und nach deiner Reise/Auszeit wieder normal verwenden.

 

In den kommenden Tagen verrate ich dir mein bisher liebstes Sauerteigbrot-Rezept. Ich bin momentan viel am Ausprobieren und möchte mich in den kommenden Wochen auch noch an ein Brötchen probieren. Sei also gespannt.

 


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  1. Cindy

    13 Mai

    Brötchen selber backen mache ich auch total gerne, aber Sauerteig habe ich bisher auch noch nicht probiert. Danke für die vielen Tipps, da kann ja eigentlich nichts schief gehen. Naja und Übung ist eben alles glaube ich 🙂 Wünsche dir einen tollen Sonntag <3
    Liebe Grüße,
    Cindy ❤

  2. Nicole

    14 Mai

    Hallo, muss man nur Roggenmehl verwenden oder geht das selbe (gleiche Rezept + Zutaten) für alle Mehl sorten?

    • Das geht auch mit anderen Mehlsorten. Du solltest die Mehlsorten nur soweit ich weiß nicht mischen.
      Ansonsten immer 50 g Mehl und 50 g Wasser.
      Ich werde für Baguettes beispielsweise noch einen reinen Weizenmehl-Sauerteig machen.

      Falls es aber daran liegt, dass du reine Roggenbrote nicht magst:
      Du kannst den Roggensauerteig verwenden und dann einfach für den Brotteig Weizenmehl zufügen. Dann hast du ein leckeres Roggenmischbrot, was wirklich super schmeckt. Das Rezept wird auch bald hier auf dem Blog folgen.
      Wichtig: Von diesem Teig solltest du aber nichts mehr wegnehmen und als Starter verwenden, da die Mehlsorten gemischt wurden. Also vorher 100 g Sauerteig abnehmen und erst dann mit einer anderen Mehlsorte mischen.

  3. […] 2 Wochen habe ich hier auf dem Blog das Rezept „Sauerteig ansetzen“ veröffentlicht. Damit du mit dem Roggensauerteig auch ein leckeres Brot backen kannst, gibt […]

  4. karin maierhofer

    12 Juni

    Ich kann rechnen wie ich will aber ich komme nur auf 500g fertigen Sauerteig … ich beginne mit 50g/50g = 100g … füttere mit 50g/50g = 200g … füttere dann mit 150g/150g (300g) …das ergibt laut Adam Riese 500g ???

    • Jep da hast du recht. Ich bin da durcheinander gekommen, da die Schüssel mehr Fassungsvermögen haben muss, da der Teig so enorm aufgeht. Am Ende sind es aber ungefähr 500 g. Danke für den Hinweis 🙂

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